Heute gibt es den letzten Teil  des Interviews von Weblogmarketing.de mit Harald Sturm, Frage 8-10:

Wie hilfreich sind dabei Bilder?

Dazu ein kurzes Experiment: Stellen sie sich jetzt vor, wie es damals war, als sie als Kind Weihnachten bei Ihrer Großmutter gefeiert haben? Einen Text lesen Sie dazu sicherlich nicht *grins* – Es dauert vermutlich keine 2 Sekunden uns sie haben einige Bilder in ihrem Kopf. Vielleicht auch Geräusche oder Gerüche, oder?

Diese Frage und die Antwort erklärt alles. Bilder sind elementar. Der Ist-Situation in der digitalen Kommunikation muss man allerdings ein verheerendes Zeugnis ausstellen. Eine authentische Bilderwelt bei Unternehmen ist sehr selten existent. Corporate Imagery (Bilderwelt) wird dem Budget und der Gier billig Fotos zu kaufen geopfert. Ein fataler Ansatz. Stockfotos sind billig und es benötigt wenige zeitliche Ressourcen, diese auszuwählen. Es hat allerdings den Preis der „Austauschbarkeit“. Unser Gehirn erkennt und ordnet diese Bilder als „kenne ich schon“ ab. Es wird nicht einer Marke, einem Unternehmen zugeordnet. Das wiederum zeigt, dass derjenige, der billigt kauft, dafür auch einen Preis zu zahlen hat. Ein bewährtes Prinzip kommt zu tragen: Wer billig kauft, kauft meistens teuer.
Eine authentische Bilderwelt ist ein must have. Wer dies nicht umsetzt, fällt der Austauschbarkeit zum Opfer. Bilderwelten, Keyvisuells müssen einen kognitiven Reiz in unserem Gehirn auslösen. Tun die Bilder das nicht, ist das Ergebnis klar: Sie sind nicht einmal bis zum Türsteher Gyrus Cinguli vorgedrungen. Somit hatten sie keine Chance in das Langzeitgedächtnis eines Kunden vorzudringen. Fazit: wenig bis keine Aufmerksamkeit.

 

Wie kann Storytelling Aufmerksamkeit in unserem Gehirn erregen?

Spannend, mit welchen Wörtern sie diese Frage gestellt haben. Sie verwenden das Wort „erregen“ – ein sehr emotionales Wort. In welcher Zeit ihres Lebens wurden sie zum ersten mal mit Erregung vertraut? Vermutlich in der Pubertät.
Lassen sie uns aber weiter vorne beginnen. Viele Marketinger verstehen unter Storytelling eine Geschichte zu erzählen. Hier werden oft nur platte Werbebotschaften mit etwas mehr Wörtern angereichert. Das ist nicht Storytelling.

Storytelling benötigt einige Voraussetzungen. Zwei spreche ich jetzt kurz an: Storytelling muss eines von 18 Urthemen ansprechen. Liebe, Suche, Abenteuer, Geiz sind zum Beispiel solche Urthemen. Die Geschichte muss des Weiteren, entweder in der Kindheit, der Pubertät oder bei Ersterlebnissen andocken. Findet eine Verbindung zu einem dieser drei Elemente statt, wird uns die Geschichte berühren und die Aufmerksamkeit in unserem Gehirn wird erhöht. Vermutlich entsteht dadurch Kino im Kopf – der Content hat uns somit berührt.

 

Was ist Brand Journalismus und warum erreichen uns nützliche Inhalte besser als aufsehenerregende Werbeslogans?

Brand Journalismus wird in der zweiten Hälfte dieses Jahrzehnts ein großes Thema. Zu oft wird unter Content Marketing, in puncto Text, Werbetextgeschichten verstanden. Ich mit meiner Agentur NGM gehe hier konsequent den Weg mit JournalistInnen. Für mich war das immer klar, weil ich ja knapp 20 Jahre in klassischen Medien (Print, Radio) gearbeitet habe.
Jedes Medium benötigt Journalismus. Und wenn Unternehmen/Marken selbst ihre Medien mit Inhalten befüllen können, müssen sie auf diesen Qualitätsanspruch setzen. Es sieht sich ja auch niemand immer nur einen Shoppingkanal im TV an.
Unternehmen achten mit Brand Journalismus auf ihre Reputation und die Themenführerschaft. Bei Brand Journalismus ist es mir besonders wichtig darauf aufmerksam zu machen, dass hier auch besonders kritisch berichtet werden sollte, durchwegs auch selbstkritisch. Es läuft nicht immer alles gut in Unternehmen. Allerdings sind es ja auch Fehlschläge, die oft die Initialzündung für neue Innovationen sind.
Fazit: Investieren Sie in Qualität und Beziehungen. To do’s: Holen Sie sich einen Experten ins Unternehmen, welcher die Motive und Handlungsmustern von Menschen versteht, viel Ahnung von implizitem Marketing hat und der Ihnen keinen Honig ums Maul schmiert. Bzw. rufen Sie mich jetzt an, ich helfe Ihnen.

Vielen Dank für das Interview, Herr Sturm!

 

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